Der Ausritt

Januar 27, 2010 in Juniorclub, Pferdesport von Trixi

Ausritt zum Sandberg von Kamerun

Ausritt zum Sandberg von Kamerun

Marianna – Es ist schon lange her und doch erinnere ich mich immer wieder gerne an dieses Abenteuer. Ich war noch klein. Da ich mit 5 das erste Mal auf Kamerun war und dort auch reiten gelernt habe kam ich wie jedes Jahr in den Sommerferien wieder. Meine beste Freundin war auch dabei. Ich ritt in der Nicogruppe und war sehr stolz darauf. Dann kam eine Überraschung: Die Donaldgruppe hatte Familientag Deshalb durften wir einen Ausritt mit den Donaldponys machen. Ich bekam Silva und meine beste Freundin durfte Tarzan reiten. Ich war in der B-Abteilung weil die Nicogruppe sehr voll war. Also warteten wir sehnsüchtig darauf dass die anderen zurückkommen. Dann war es so weit. Da es den ganzen Tag genieselt hatte sollten wir Regensachen anziehen. Ich war die einzige die sich daran hielt. Wir stiegen auf. Ich freute mich darüber, dass ich ohne Hilfe auf den kleinen Silva gekommen war. Dann ritten wir los. Es war ein aufregendes Gefühl auf so einem kleinen süßen Shetty ohne Sattel zu sitzen, auch wenn mir das Reiten auf den tollen gut ausgebildeten Ponys der Nicogruppe auch sehr gefiel. Wir ritten und ritten und hatten sehr viel Spaß auf den Strecken auf denen wir mit den kleinen Ponys traben durften. Bedauern kam auf als bekanntgegeben wurde dass wir uns auf dem Rückweg befanden. Auf einmal führte unser Weg eine sehr steile Straße hoch. Das wollten wir den Ponys nicht zumuten also beschloss unsere Betreuerin auf einem kleinen Waldweg, neben einem Kartoffelfeld, nach Hause zu reiten. Der Weg war sehr eng. So eng, dass wir mit unseren kleinen süßen Ponys gerade durchpassten. Die Betreuerin die vorne ritt [wir hatten hinten noch eine] war inzwischen am Ende des Felds angekommen. Leider war da kein Weg mehr auch wenn die hintere Betreuerin schwor dort gestern noch lang geritten zu sein. Da der Weg so eng war hatten wir keine andere Wahl als weiter zu reiten, denn zum Umdrehen war der Weg zu schmal. Also ritten wir weiter. Es fing an zu regnen. Glücklicherweise hatte ich meine Regenjacke an. Wir ritten über Moos und alles war zugewachsen. Dann fing es an zu gewittern. Unsere mutigen kleinen Ponys liefen weiter aber wir bekamen es mit der Angst zu tun. Je weiter wir ritten desto durchnässter und verzweifelter wurden wir. Plötzlich fing die Betreuerin die vorne ritt an zu lachen. 10 Meter parallel zu uns lag ein Reitweg. Unser Reitweg. Wir hatten es geschafft. Der Weg führte uns zurück zum Hof. Erleichterung kam auf. Die Anderen hatten sich schon Sorgen gemacht, was bei einer 2 stündigen Verspätung verständlich war. Auch wenn wir zwischendurch Angst hatten war es doch ein ziemliches Abenteuer. Der kleine Silva [von dem erzählt wird, dass Kamerun ihn vor dem Schlachter gerettet hat] hat mich tapfer den ganzen Weg getragen. Diesen Ausritt werde ich nie vergessen.

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