Wendländische Bauernhäuser
7. März 2010 in Lokales, Radfahren, Wandern, Wanderreiten
Das Wendland ist reich an alten, verzierten und interessant ausgeschmückten Bauernhäusern. Zwei Arten des niedersächsischen Bauernhauses treffen wir im Landkreis Lüchow-Dannenberg an: (1) das “Kübbungshaus” der Lüneburger Heide (Zweiständerhaus) und (2) das Steilgiebelhaus (Vierständerhaus). Weniger häufig ist das Dreiständerhaus im Wendland anzutreffen.
Der Grundriss der drei Haustypen ist meist identisch. Wirtschafts- und Wohnteil befinden sich unter einem Dach. Am Giebel, der zum Dorfplatz zeigt, befindet sich die Einfahrt zur Tenne, die den breiten Mittelraum einnimmt. Beiderseits der Tenne lagen die Ställe, darüber der Trockenboden, der durch offene Fächer am Giebel belüftet werden konnte. Am freien hinteren Ende der Tenne lag früher zentral die freie Feuerstelle, die im Laufe der Zeit kaminartig an die hintere Wand gemauert und von einem “Schwibbogen” überspannt wurde.
in neuerer Zeit grenzte man den Küchenteil häufig durch eine Wand zur Tenne hin ab. Rechts und links der Feuerstelle führten zwei Türen zu zwei Stuben, deren Fenster im Giebel zum Hof hinaus lagen. Hier befand sich die sogenannte “Gute Stube”, die Dönz, wo man sich hauptsächlich zu Festtagen aufhielt. In die Seitenwände warren Alkoven, Bettnischen, für die Familie eingebaut. Beidseitig der Dönz lagen die beiden Kammern mit den Schlafstellen für die Mägde und Knechte.
(nach Knabenschuh, D.: “Abenteuer Deutsche Landschaften – Wendland Elbufer Drawehn”; Gartow 1997)












