Annelie Heyn greift bei der Göhrde-Jagd zu

Dezember 21, 2013 in Auswahl-Artikel, Pferdesport von Land Kamerun

Wie auf dem schönen Wappen der Gemeinde Göhrde reitet Annelie Heyn einen majestätischen Schimmel und gewinnt die Jagdtrophäe der Göhrde-Jagd.

Unter den ersten Sonnenstrahlen des Samstagmorgens am 09.11.2013 ertönten die Jagdhorn-Bläser über Kamerun um den „Aufbruch zur Jagd“ einzuläuten. Über 30 Pferde und Reiter versammelten sich zum „Stelldichein“ auf eine „gute Jagd“. Die Göhrde-Jagd wurde mit 4 Wagen mit Jagdhornbläsern und ca. 70 Zuschauern begleitet.

Die Zuschauer wurden so angeführt, dass sie hautnah das Reiterlebnis miterleben konnten. Die ca. 25 km lange Strecke führte vorbei an Tollendorf, Govelin und Harlingen durch die Göhrder Landschaft unterbrochen von einer erholsamen Pause in der reichhaltige Stärkung gereicht wurde. Hier konnten Pferd und Reiter Kräfte sammeln und auch die Zuschauer und Bläser genossen die Speisen und Getränke in der Pause.  Nach vier  Stunden erreichte die Jagdgesellschaft den Fuchsbau, wo mit dem Finale, dem Ausreiten der neuen Füchse begonnen werden konnte.

Die traditionelle  Hubertus-Jagd in der Göhrde ist so lang und tief verwurzelt, dass das wunderschöne Wappen der Göhrde (“St. Hubertus zu Pferde (Schimmel) im roten Feld auf grünem Grund”) an diesen Brauch immer wieder erinnert und diese Tradition nunmehr seit immerhin über 40 Jahren auf der Reitanlage in Kamerun aufrechterhalten wird.

Annelie Heyn

Annelie Heyn

Umso mehr wurde die diesjährige Fähe Annelie Heyn mit Stolz erfüllt, die nach einer langen und rasanten Hetzjagd auf die begehrte Jagdtrophähe mit ihrem stolzen Schimmel die Konkurrenz in den Schatten stellte. Sie entriss die Fuchsehre der Hamburgerin Marion Böttcher und holte die begehrte Ehrenplakette, die von Ursel Ludwig traditionell in edler Lederschnitzerei angefertigt wurde,  wieder in die Göhrde.

Auch den Anwärtern des diesjährigen Jugendfuchses wurde es schwer gemacht , denn das schnelle Pferd der geübten Reiterin Theresa Hardt aus Hitzacker verteidigte den Fuchschwanz  lange und spannend. Die Beiden lieferten sich eine spannende Jagd mit den Verfolgern.

Die diesjährige Fähe der jugendlichen Jagdreiter kommt ebenfalls aus der Göhrde, denn Anneke Stehr griff nach einem rasanten und wendigen Ritt den Fuchsschwanz und ging mit der Trophähe fest in der Hand aus der Jagd hervor.

 

Das „Fuchsausreiten“ war das spannende Finale dieser wirklich schönen und gelungenen Göhrde-Jagd. Reiter und Zuschauer wurden wie jedes Jahr von der traumhaften Landschaft verzaubert und bedankten sich mit einem  „Halali“ in Kamerun symbolisch beim Schutzpatron der Göhrde für eine unfallfreie, wunderschöne und spektakuläre Göhrde-Reitjagd.

Nach dem „Schüsseltreiben“ fanden unter musikalischer Begleitung durch die Jagdhornbläser die Ehrungen und die Versorgung der Pferde in der Reithalle der Reitanlage in Kamerun statt. Der Ausklang bei hausgemachter Erbsensuppe vollendete eine tolle Reitjagd.

Am Abend ging es zu dem festlichen Teil der Veranstaltung über und ein weiteres Highlight der kulinarischen Art stärkte die Jagdgesellschaft. Zur fortgeschrittener Stunde

wurde einem alten  Brauch genüge getan und das „Jagdgericht“ amtierte , bei dem  Jagdteilnehmer kleinere Verstöße, die sie gemacht haben, verantworten mussten. Die Jagdrichter entstammen dabei aus den reiterlichen Reihen und tragen die Verstöße oft humorvoll und erzieherisch vor. Während die Reiter aufgerufen und ihre Verstöße vorgetragen wurden, schleppte sie der Gerichtsbüttel sie vor die Festgemeinde.

Als Strafen standen der Kreativität keine Grenzen gesetzt und somit wurde das Jagdgericht unterhaltsam und lustig. Die Feier dauerte bis in die frühen Morgenstunden

Ein Dank gilt der langjährigen Reitschulleitung Irmgard Resech die zusammen mit Reitlehrer Thorsten Rangau für eine wohlgeordnete und sichere Jagd, wie für eine tolle Organisation verantwortlich waren.

Fotoalbum Göhrde Reitjagd 2013

Das könnte Dich auch noch interessieren: