Der Heideschnucken-Bock von Kamerun

Februar 1, 2012 in Familien & Juniorclub von Land Kamerun

Der Heideschnucken-Bock stand in den Osterferien im Gehege neben den Enten und Gänsten und immer, wenn er, die beiden Schnucken-Damen und Pony Sammy gefüttert werden sollten, musste einer den Bock festhalten, damit er nicht stossen konnte.

Das Foto findet Ihr im Fotoalbum von @ralf : Breeser Grund Heidschnucken

Dieses Festhalten des Bockes war, wie man sich denken konnte, keine angenehme Arbeit! Jeder wollte sich drücke, ich auch, trotzdem war meistens ich der Leidende. Meistens kam ich ja auch mit ein paar blauen Flecken davon, aber einmal …!

Heidschnucken-Bock im Breeser Grund

Heidschnucken-Bock im Breeser Grund

Es war ein schöner Morgen und Johannes und ich gingen los. Zuerst war alles ganz normal; der Bock kam angestürmt, ich packte ihn bei den Hörnern und klemmte mir seinen Kopf zwischen die Beine. So war er ziemlich machtlos, was er wohl auch einsah, denn er versuchte nicht mehr auszubrechen. Johannes war inzwischen mit Sammy fertig und führte ihn hinaus.

Als er draußen war sagte er, ich könnte jetzt auch kommen, er würde, sowie ich draußen bin, die Tür zuknallen.

Nun gut, ich schubste den Bock also weg und spurtete auf die Tür zu, aber – oh Schreck – der Bock war bereits mit der ersten Hälfte seines Körpers draußen und war jetzt eingeklemmt. Statt ihn hineinzutreiben, stieß ich einen Schreckensschrei aus, ließ die Tür los und floh Hals über Kopf – der Bock mit gesenkten Hörnern hinter mir her.

Es kam mir vor, als sei ich eine Ewigkeit gerannt, dabei waren es bloß 5-6 Meter, als ich die offene Tür des Entenstalles sah. Das war die letzte Rettung! Mit einem verzweifelten, olympiareifen Sprung setzte ich in den Käfig und knallte noch im Flug die Tür zu, gerade rechtzeitig, denn der Bock stand, vor Wut schnaubend vor der Tür. Johannes hielt sich dne Bauch vor Lachen und auch ich musste nun, der “Todesgefahr” entronnen, grinsen.

Der Bock trollte sich mit den beiden Heidschnucken-Damen, die ebenfalls ausgebrochen waren, von dannen.

Johannes und ich beichteten Herrn Stehr, dass der Bock los sein, worauf uns dieser beauftragte, ihn sofort wieder einzufangen. Mit Hilfe von der Betreuerin Carola schafften wir das dann auch und brachten die Ausreißer  zurück ins Gehege. Seitdem habe ich doppelten Respekt vor Heidschucken.

Geschrieben von einem Ferienkind Ende der 70er

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