Heidschnucke Hugo und Hund Gasira

August 27, 2012 in Familien & Juniorclub, Pferdesport von Land Kamerun

Heidschnucke und Hund Gasira

Heidschnucke und Hund Gasira

Seit einigen Wochen hat ein wilder Heidschnucken-Bock die Wälder rund um Kamerun unsicher gemacht.
Erst war er nur sporadisch im Dunkel des Waldes zu sehen. Einige dachten es handele sich um einen Mufflon-Bock, die tatsächlich in den Wäldern der Göhrde häufiger vorkommen.
Tatsächlich handelte es sich bei ihm – wir nennen ihn Hugo – um einen jungen Heidschnucken-Bock, der von einem Hof aus einem Nachbardorf entlaufen ist. Eigentlich sollte es Hugos Aufgabe sein eine ganze Herde Heidschnucken-Schafe zu beglücken. Hugo fand es eine gute Idee sich ganz schnell aus dem Staub zu machen. Es half nichts, kein Locken, kein Rufen, keine Laufen, auch der Jagdhund konnte nichts ausrichten. Hugo blieb frei.

Doch Hugo fand den dunklen Wald auf Dauer dann doch ein wenig zu langweilig und ganz ohne Schafherde wollte er dann doch nicht sein.

Und so kam es, dass Hugo auf die regelmäßig vorbeikommenden Pferde und Ponygruppen ein Auge geworfen hat.

Das machte Ihm zunehmend einen riesen Spaß. Er probierte immer mehr aus. Wie reagieren die Ponys wohl, wenn er laut blökend auf die Ponys zulief.
Das fand Hugo richtig lustig … rennende Ponys, kreischende Kinder und wütende Betreuer.

Doch eines Tages wollte Hugo mal schauen wie es auf dem Hof von Kamerun aussah und ob es dort noch weitere Opfer geben könnte. Keck blökend stand er da und senkte sein Horn.

Helge war zu diesem Zeitpunkt dabei mit Dagny und dem Pferd Eowyn Verladetraining zu machen und dann …

… trafen sich die Blicke von Helge und Hugo.

Helge dachte sich dass das jetzt vielleicht doch ein wenig zu dreist war – Drohgebärden mitten auf dem Hof.

Schnell war der Plan gefasst.
1. Reithallentüren weit öffnen,
2. Menschenkette bilden und
3. einen großen Bogen laufen um ihn einzukreisen.
Gedacht, getan und schon war er erfolgreich eingekesselt!

Doch leider war Hugo nicht ganz so doof wie gehofft und wirklich verdammt schnell.

Obwohl Hugo eingekesselt war galoppierte er zwischen uns hindurch rannte mit großen schnellen Sprüngen in den Wald. So hat er es wohl schon oft erfolgreich gemacht.

Doch urplötzlich und blitzschnell löste sich ein Schatten von Helges Seite und schoss wie ein Pfeil hinter Hugo hinterher. Die sonst eher schüchterne und zurückhaltende Gasira brauchte nur einige wenige kraftvolle Sprünge um Hugo zu erreichen. Hugo war ganz überrascht und versuchte sein mächtiges Horn einzusetzen. Er setzt an um mit seiner ganzen Kraft die Verfolgerin zu treffen. Daneben! Er setzte noch mal an. Mit aller Gewalt versuchte er sein Horn in die Seite von Gasira zu rammen. Wieder daneben!
Er hatte keine Chance. Gasira umkreiste ihn  unermüdlich und wich jedem seiner Angriffe geschickt aus. Wenn Hugo voll zur Flucht durchstartete stand ihm nach wenigen Schritten Gasira schon wieder Aug in Aug gegenüber.

Irgendwann kam Helge, tiefschnaubend bei den Beiden an.
Geschickt trieb Gasira den Heidschnucken-Bock Hugo immer weiter Richtung Reithalle.

In der Reithalle angekommen schien Hugo sichtlich froh zu sein, seine Verfolgerin los zu sein. Bei leckerem Heu und frischem Wasser wartete er nur eine 1/2 Stunde bis ihn seine glücklichen Eigentümer in die Arme schlossen.

Das war ein aufregender Tag für Hugo, für Gasira und für mich auch.

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