Heiratsantrag auf dem Kameruner Sandberg

Januar 27, 2010 in Lokales, Pferdesport von Trixi

Wahrlich  Logistik und Organisation waren da notwendig: Wie die sprichwörtlichen Indianer mussten sie sich heranpirschen, jeder von der anderen Seite, ohne einen Laut, ohne vom anderen gesehen zu werden. Und dann würden sie in den Kameruner Sandbergen aufeinander treffen …
Offiziell wusste – bis auf Trixi und Helge – niemand etwas, inoffiziell alle.
Spannung lag schon in der Luft, als die Pferde fertig gemacht wurden. Apollo für SIE, Cartouche für IHN. Schon zu diesem Zeitpunkt durfte der, nein die Eine, vom Anderen nichts mitbekommen. SIE musste weiterhin davon ausgehen, dass sie mit Trixi allein einen normalen Ausritt machen würde. Davon hing das Gelingen des Plans ab. Der Himmel lachte Tränen über diese Veranstaltung, dicke Tränen; es goss – kurz gesagt – in Strömen. Aber egal: Plan ist Plan und Glück ist Glück. Und schließlich sind wir in Kamerun, da gibt es kein schlechtes Wetter. Trixi machte also ihren Ausritt mit IHR, die noch immer nichts ahnte. So weit, so gut.

Helge war dafür zuständig, IHN unter Einhalten der anfangs genannten Voraussetzungen auf den Kameruner Sandberg zu schleusen, also ohne Sichtkontakt (der Regenvorhang war hilfreich) oder einen Laut (auch da hatte der Regen Vorteile) und IHN just im richtigen Augenblick der Nichtsahnenden zu präsentieren. Auf dass ER sagen könne, was ER schon so oft gesagt, ohne erhört worden zu sein. Denn SIE wollte es romantischer. Jedes Mal.

Trixi und Helge gaben alles, halfen der Romantik auf die Sprünge, ritten wirre Linien im Land, damit nur ja nicht passiere, was Scheitern nach sich ziehen würde: Ein zu frühes Zusammentreffen von IHR und IHM. Blieb ja immer noch die Frage, ob der Romantik dieses Mal Genüge getan …
Sogar einen Rosenstrauß trug ER bei sich, hoch zu Ross. Den würde ER IHR darbieten. – Geben Rosen im Regen auch Segen?

Trixi und Helge schafften es! „Zufällig“ traf man sich auf dem Kameruner Sandberg. Zufällig, am Sonnenschirm, zum Regenschirm mutiert. Des Zufalls war zu viel: SIE fiel – vom Pferd – Erschrecken ins Gesicht geschrieben!
ER, galant, flüsterte Worte IHR ins Ohr, reichte die Rosen IHR, versuchte alles, IHR zu gefallen…

… UND SIE HAT
JAAAAA GESAGT!

P.S. Cartouche hätte nein gesagt … Denn Regen mag er gar nicht …

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