Qualmende Wasser hinter´m Deich
16. März 2010 in Lokales, Radfahren, Wandern, Wanderreiten
Die Elbe ist ein Sandfluss, soll heißen, ihr Flussbett besteht aus wasserdurchlässigem Sand, was ihr das für unsere Flüsse eizigartige so genannte “Qualmwasser” verschafft.
Unter Qualmwasser versteht man Grundwasser, das bei anhaltendem Hochwasser in einer Niederung durch das außendeichs höher stehende Wasser unter dem Deich hindurch hoch gedrückt wird. Die Niederungen ertrinken regelrecht und stehen oft wochenlang unter Wasser, sofern man sie nicht durch Schöpfwerke trocken pumpt.
An der Elbe wird das Qualmwasser bei hohen Elbwasserständen am Abfluss gehindert oder nimmt sogar eine gegenläufige Abflussrichtung ein, so dass es in die Niederungen hinein fließt. Seitdem die deichnahen Grünlandflächen ackerbaulich genutzt werden, kann Qualmwasser erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.
Unter Naturschutzaspekten sind die flach überschwemmten Qualmwasserbereiche jedoch wichtige Kinderstuben für Krebse und Rotbauchunke, die gut an das relativ nährstoffarme Qualmwasser angepasst sind. Außerdem finden sich in Niedersachsen nur noch in unserer Region gut ausgeprägte Vorkommen des besonders schützenswerten Lebensraums der “Brenndoldenwiese”.











